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Netcrash – was die Medien mit uns machen!

Mediensuchtprävention im Landkreis Diepholz

Das Internet ist gekommen, um zu bleiben. Doch mitnichten kann jedes Kind damit auch umgehen. Bekannt als Digital Natives, bewegen sich Kinder und Jugendliche im digitalen Raum, oftmals zu oft und zu lange. Über die Differenzierung und Einordnung des exzessiven Mediennutzungsverhaltens wurde national und international lange Jahre intensiv diskutiert. Mittlerweile wurde die Internet Gaming Disorder (Computerspielsucht) als sogenannte Forschungsdiagnose in den DSM-5 (1) aufgenommen und dem Bereich der Suchterkrankungen zugeordnet.

Laut der PINTA – Studien (2,3) des Bundesgesundheitsministeriums sind von den ca. 990.000 jungen Menschen in Niedersachsenzwischen 14 und 24 Jahren etwa 23.000 internetabhängig und etwa 135.000 von ihnen weisen einen problematischen Internetgebrauch auf . Auch Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren verfügen heute laut dem Verein Aktiv gegen Mediensuch e.V. regelhaft über Internetzugang sowie Smartphone und unterliegen somit schon frühzeitig der Gefahr, einen problematischen Umgang zu entwickeln.

Diesen Gefahren Rechnung tragend, hat der Landkreis Diepholz die Träger der ambulanten Suchtkrankenhilfe Caritas, Diakonie und release aufgefordert, mit finanzieller Unterstützung des Landkreises ein Mediensucht – Präventionsprojekt zu entwickeln, durchzuführen und nachhaltig im Landkreis zu etablieren.

Diese drei Kooperationspartner haben in verschiedenen Arbeitskreistreffen fortlaufend gemeinsam die Thematik bearbeitet, und daraus entstanden sind unter anderem die Rahmenkonzeption, der Projektname und später der Flyer zu „netcrash“. Überdies folgte eine Auftaktveranstaltung in Syke (Sommer 2015), weitere Vernetzungsaktivitäten sowie die Entwicklung von schulischen Präventionsveranstaltungen und die damit verbundene Materialerstellung.

 

(1)DSM-5 – Diagnostic- and Statistical Manual of Mental Disorders, 5. Revision

(2) Rumpf, H.-J. et al.: Prävalenz der Internetabhängigkeit (PINTA). Bericht an das Bundesministerium für Gesundheit, 2011

(3) Bischof, G. et al.: Prävalenz der Internetabhängigkeit – Diagnostik und Risikoprofile (PINTA DIARI). Kompaktbericht an das Bundesministerium für Gesundheit, 2013

 Angebote, die entstanden sind:

 


Präventionsfachkraft Michael Elsner arbeitet nach den durch die Niedersächsische Landesregierung festgelegten Standards für moderne Suchtprävention. Koordiniert, unterstützt und fachlich begleitet werden die Fachkräfte durch die Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen. Diese sorgt für ein modernes Qualitätsmanagement nach anerkannten, von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung entwickelten Standards.

Mitten im Geschehen

Aus einer Menge Erfahrung in der Präventionsarbeit sowie der kontinuierliche Kontakt zu Eltern, Schülern und Lehrern ist das folgende Leistungsspektrum entstanden, das wir Ihnen anbieten:

Kennen Sie unseren KlarSicht - Koffer?

Der BZgA-Klarsicht-Koffer vermittelt Schülerinnen und Schülern ab der 7. Klasse an fünf verschiedenen Stationen interaktiv Informationen zu den Suchtstoffen Alkohol und Tabak. Bei Rollenspielen, Quiz und Diskussionen bringen sich die Teilnehmenden mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Interessen ein. Jede Station wird von einer/-m geschulten Moderator/-in (zum B. Lehrkräfte, Schulsozialpädagogen/-innen) angeleitet. Der Durchlauf des Parcours dauert 1,5 Stunden.

Der KlarSicht - Mitmachparcours ...

Ansprechpartner

Michael Elsner
Telefon 0421 89 32 33

Schulprävention